Mile High Club

Vielfliegerclubs sind allen Flugreisenden hinlänglich bekannt. Doch nun hören Reisende immer häufiger vom „Mile High Club“ und fragen sich, was man tun muss, um auch hier auf seine Kosten zu kommen. Allerdings reicht es für einen Beitritt im „Mile High Club“ nicht aus, möglichst häufige und weite Flüge durchzuführen. Denn besagter Club ist eher etwas für die offenherzigeren Gemüter.

Der Mile High Club oder MHC steht nämlich für Menschen, die an Bord eines Flugzeuges Sex mit einem Partner hatten. Es ist natürlich kein offizieller Club, aber so mancher würde sich in seiner Fantasie sicher wünschen hier dazu zugehören. Offiziell ist der Luftraum natürlich sexfreie Zone, doch Regeln sind dazu da gebrochen zu werden. So denken zumindest die Anhänger des Mile High Clubs. Flugkapitäne haben zumindest schon einmal davon gehört, Stewardessen machen ihre Witze darüber und so mancher Passagier tut alles, um Mitglied zu werden.

Das erste Mitglied des Mile High Clubs soll der US-Pilot Lawrence Sperry, der 1916 unter Einsatz eines selbst konstruierten Autopiloten, Gründungsmitglied wurde, gewesen sein. Die Aufnahmebedingungen haben sich seit diesem Jahr in keinster Weise geändert. Immer noch ist lediglich Sex oberhalb der nautischen Meile von mindestens 1852 Metern Flughöhe das einzige Aufnahmekriterium.

Der Mile High Club lockt also nicht mit vergünstigten Flugpreisen, Mitgliedsausweien oder Vereinsabenden, sondern nur mit dem tollen Gefühl dabei zu sein. Vorreiter neueren Datums sind auf diesem Gebiet der Playboy-Chef Hugh Hefner und seine DC-9 namens „Big Bunny“ sowie die Menschen, die sich freuen können zu einem Schäferstündchen über den Wolken von ihm eingeladen zu werden. Doch auch andere Nationen geben sich Mühe dem Mile High Club beizutreten.

Wer allerdings auf stilvolle Art dem Mile High Club beitreten möchte und sich nicht bei dem Versuch in der Toilette des Urlaubsfliegers sämtliche Gliedmaßen verrenken möchte, der sollte entweder ein Privatflugzeug chartern oder ein Separee bei Singapore Airlines buchen. Diese asiatische Fluggesellschaft hat nämlich die Zeichen der Zeit erkannt und in der „First Class“ Doppelbetten einbauen lassen. Doch auch hier sind Grenzen in der freien Ausübung gesetzt. Sollten sich nämlich andere Passagiere belästigt fühlen, könnte es zu einer Erregung öffentlichen Ärgernisses kommen.

Nicht so bei Virgin Atlantic Airways, denn hier ist Sex an Bord offiziell nicht sanktioniert. Die Betten der Upper Class sollen offiziell zwar zum Schlafen genutzt werden, aber dass sie zweckentfremdet eingesetzt werden ist allen klar. Allerdings wird natürlich nicht mit der Möglichkeit des Beischlafes geworben. Nun wer immer auf einem Flug Spass haben möchte, wird schon wissen was zu tun ist.